Laaaaaangweilig...

...findet Bella ihr Leben als Baustellenhund. Die Menschen sind ständig am Werkeln und machen Krach, während der kleine Hund gelangweilt zwischen Sonnenfleck und Schattenplatz hin und her wechselt.


Nachdem er vor ein paar Wochen das Tor für neugierige Terrier ausbruchssicher mit Hasendraht verschlossen hat, hat das fidele Fellmonster auch keine Ausflüge mehr unternommen - bis heute.

In einem unbeobachteten Moment hat sich die kleine Ausbrecherkönigin einfach aus dem Staub gemacht. Wir alle haben es nicht bemerkt. Meine Hausbesitzer haben eifrig diskutiert, wo an welche Stelle Steckdosen, Lichtschalter und andere Elektroanschlüsse hinkommen sollen; ich habe meinen Blick ins Tal schweifen lassen und in der heißen Julisonne vor mich hingedöst... Wohl habe ich mal aufgeregtes Geplapper von der Straße gehört, ihm aber keine Beachtung geschenkt...

Nachdem die Elektroplanung im oberen Stockwerk weitestgehend abgeschlossen war, fragte er so ins Wohnzimmer hinein: "Wo issn eigentlich der kleine Hund?" Sie: "Gute Frage! Ich habe schon eine Weile keinen Kontrollblick in den Garten geworfen..."

Also sind beide flugs nach unten gelaufen und - oh Schreck - der Hund war weg. Sie ist einmal um den Block und in den Wald gelaufen - weit und breit keine Bella. Als er die zweite Runde um den Block machen wollte, fuhr ein Auto langsam die Straße entlang und wendete vor meinem Gartentor und blieb neben ihr stehen. Sie und die beiden Frauen im Auto haben gleichzeitig geredet. Sie hat gefragt, ob sie einen kleinen Hund gesehen haben und die beiden - Mutter und Tochter, wie wir jetzt wissen - ob wir wüssten, wem ein kleiner weiß/brauner Terrier gehört, den sie gefunden haben...

Erleichtert folgten meine Menschen den Nachbarn in die Querstraße, um den kleinen Ausreißer einzusammeln. Die Familie hat nichts unversucht gelassen um die Besitzer ihres Hausgastes zu finden Sie haben sofort bei Tasso angerufen und sogar Flugblätter produziert!


Ich muss ja zugeben, mir ist das Fellmonster schon an mein steinernes Herz gewachsen. Ich bin der Familie H. sehr sehr dankbar, dass sie sich so rührend um Bella gekümmert und dafür gesorgt haben, dass sie zu uns zurück kommt.