Long time no hear...

Na? Schon einen Tipp beim Schätzspiel abgegeben? Viel Erfolg beim Raten! Da der letzte „richtige“ Beitrag ja schon einige Zeit her ist und in der Zwischenzeit so einiges in meinem Inneren vorangegangen ist, ist es mal wieder Zeit für einen Was-bisher-geschah-Beitrag... Los geht‘s!


Stein auf Stein

Bevor die fleißigen Verputzer Mitte August eingefallen sind, haben er und sie – manchmal sogar bis spät in die Nacht – Mauern gemauert. Sie haben die Lücken unter den Fenstern zugemauert, dort wo früher mal wirklich sehr sehr schöne altmodische Heizkörper waren, und außerdem die Tür weggezaubert, die früher mal ins Esszimmer geführt hat.


Eines Abends wurde es so spät, dass der kleine Baustellenhund schon mal ein Schläfchen machen musste.


Als sie den letzten Stein gesetzt hatten, waren die zwei Hobbymaurer schon ein bisschen stolz...



Was lange währt wird endlich gut

Nachdem die Hobbymaurer ihr Werk vollendet hatten, kam im September der Estrich dran. Da die Heimwerkler unbedingt eine ganz bestimmte Fußbodenheizung haben wollen, muss ein Trockenestrich her. Also: Anhänger ran ans Auto, ab zum Baumarkt und alle „Zutaten“ eingekauft. Überraschung! Eine Fahrt reichte nicht aus, um das ganze Zeug heranzukarren. Was die auch alles brauchen! Säckeweise irgendwelche Kügelchen und federleichte holzähnliche Platten. Inzwischen weiß ich, die Platten heißen Fasoperlplatten und die Kügelchen sind Perlite zum Ausgleichen von Unebenheiten. Pffft! Frechheit, als wär‘ mein Fußboden krumm und schief....


Woche für Woche und Quadratmeter für Quadratmeter haben sich die frischgebackenen Estrichleger vorangearbeitet und jeden Tag dazugelernt. Anfangs lief es echt schleppend und die ein oder andere Platte wurde wieder entfernt, aber je mehr Erfahrung die Zwei gesammelt haben, desto schneller – und im Ergebnis optisch ansprechender – ging es voran.



Mitte Oktober war es dann endlich soweit: Der Trockenestrich war fertig verlegt und der Steinfußboden wurde geliefert. Das Abenteuer der schwebenden Anlieferung und die Geschichte, wie der Boden überhaupt zu uns kam, erzähle ich ein anderes mal. Aber zurück zum Trockenestrich, der die Basis für das Verlegen der Fußbodenheizung bildet. Im Kellergeschoss allerdings, da gab es noch eine Besonderheit: Damit ich keine kalten Füße bekomme, wurde auf die Fasoperlplatten noch eine dicke Dämmschicht aufgeklebt – hübsche grüne Styrodurplatten.



Dafür haben meine fleißigen Hobby-Baumeister Eimer um Eimer um Eimer Klebemörtel angerührt.



Ich stehe unter Strom

Im November hat der Elektriker den Verteilerkasten eingebaut, den Erder gesetzt und – Tataa! – den Schalter umgelegt. Jetzt stehe ich voll unter Strom und kann sogar schon einzelne Räume beleuchten! Zeitgleich kamen die Heizungsbauer wieder und haben mit Hilfe von ihm die Systembodenplatten für die Heizungsrohre verbaut.



Christo lässt grüßen

Das mit den hübschen silbernen Platten war schnell erledigt und eigentlich hätten auch unverzüglich die Heizungsrohre in die Kanäle eingedrückt werden sollen. Doch es kam anders und das Verhüllungsprojekt à la Christo musste gestartet werden. Warum? Der Heizungsbauer hat sich Sorgen gemacht, dass der grobe Putz von der Wand krümelt, in die Kanäle kullert und sich dann über die Zeit ins Rohr drückt und ggf. nach Jahren für einen Wasserschaden sorgen könnte. Dafür wollte er keine Garantie übernehmen... Also sind meine Verpackungskünstler in den Baumarkt gefahren, haben den Bestand an Abdeckfolie aufgekauft und an zwei Wochenenden alle meine Wände künstlerisch verpackt.

Anfang Dezember, nachdem sie alle Kanäle mit dem Baustellen-Minion ausgesaugt und...


...er die Fließrichtung von heiß und kalt angezeichnet hat,...


...kamen die Heizungsbauer wieder und haben die Rohre verlegt Klick, klick, klick. Das war‘s! Von wegen! Eine neue Schicht muss geklebt und erneut Eimer für Eimer für Eimer Klebemörtel angerührt werden. Bevor der eigentliche Fußboden (in unserem Fall Naturstein) verlegt werden kann, muss eine Stabilisierungsschicht auf die Heizungsrohre geklebt werden: hübsche blaue Vliesmatten mit einem Glasfasernetz als Untergrund für den Fliesen- bzw. Natusteinkleber...



It‘s hot in here

Inzwischen ist das neue Jahr angebrochen und die Zwei kleben noch immer blaue Matten... Allerdings müssen sie dabei nicht mehr frieren, denn schon Mitte Dezember wurde die Heizungsanlage in Betrieb genommen, rechtzeitig vor dem ersten ordentlichen Kälteeinbruch!


Ein Heim fürs Quietscheentchen

In der zweiten Januarwoche bekamen meine fleißigen Hobbyhandwerker professionelle Unterstützung. Der Fliesenleger unseres Vertrauens hat das Bad von oben bis unten auf Vordermann gebracht: er hat einen Gefälleestrich für die bodengleiche Dusche gemacht, alles abgedichtet, die Schienen für die Duschglaswand gesetzt und den Boden sowie die Wände gefliest. Dabei, oh Schreck, ist aufgefallen, dass die Wand an einer Stelle feucht ist. Der Dachdecker muss her, denn ein Leck im Dach von dem alle dachten, es sei geflickt, macht sich nun erfolgreich bemerkbar. Aber auch das ist eine Geschichte, die ich ein anderes Mal erzähle...


Ski heil

Mitte Februar haben sich meine Bauherren und zukünftigen Bewohner – inkl. Baustellenhund – eine wohlverdiente Auszeit genommen und die Pisten in der Schweiz unsicher gemacht. Hier waren sie dann sogar noch in Sachen Badausstattung unterwegs: Nach einer ausgiebigen Recherche hat er nämlich beschlossen, eine Schweizer Eck-Duschstange muss her. Also haben er und sie im Urlaub das Nützliche mit dem Praktischen verbunden und die gewünschte Duschstange inkl. Brausekopf, wie der Schweizer zu sagen pflegt, in einem Grindelwalder Fachgeschäft geshoppt.



Lasset die (Puzzle-) Spiele beginnen

Anfang März war es dann endlich soweit, mein neuer Fußboden wurde verlegt. Und es sieht wirklich sehr schön aus! Sie war zwischenzeitlich ja mal skeptisch; er jedoch stets zuversichtlich! Und womit? Mit Recht!





Passt sie oder passt sie nicht, das ist hier die Frage

Ende März wurde meine neue, schicke Haustür geliefert. Ausgesucht haben meine zukünftigen Bewohner sie schon Anfang Oktober und dabei Kataloge über Kataloge gewälzt. Schnell war klar, was sie nicht wollten. Der Besuch einer Ausstellung bei einem Haustürfachhändler im schönen Lorsbachtal brachte neue Ideen und eine schnelle Entscheidung. Ende November kam der Haustürfritze vorbei, hat an mir Maß genommen, die Türe gefertigt und Monate später eingebaut. Da damals beim Aufmaß noch nicht ganz klar war, wie hoch der Boden am Ende wirklich ist, haben er und sie sich schon ein bisschen gesorgt, ob die Türe wohl passen wird... Gott sei Dank, sie passt! Auch wenn es beim Einbau ein paar kleinere Schäden an meiner schönen Außenwand gab! Aber nix, was sich – sagt zumindest er – nicht beheben lässt.



Alles neu macht der Mai

Gerade werden meine Rolllädenkästen gedämmt. Schade eigentlich, jetzt können dort keine kleinen, süßen Piepmätze mehr nisten... Aber, und das stimmt mich milde, meine beiden zukünftigen Bewohner haben sich etwas ganz besonderes für die eigentlich nicht so schönen Innenverkleidungen der Rollädenkästen ausgedacht: Echtholzdeckel! Sie ölt sie gerade, damit sie die gleiche Farbe wie die Möbel bekommen, die mit meinen Leuten einziehen werden.